Costaricanische Filmtage

  • EL COMPROMISO

    EL COMPROMISO

    Regie: Óscar Castillo
    Schauspielerin: Rocío Carranza

    Europäische Erstaufführung am 9. Juli 2011, in Lahr
    "Ellos quiserion cambiar el mundo y un niño les cambió la vida"
    "Sie wollten die Welt verändern - und ein Kind veränderte Ihr Leben"

    Weitere Schauspieler: Rodrigo Duran, Ruben Pagura, José Peña, Silvia Rojas, Fabián Sales, Anabelle Ulloa
    Kamera: Antonio Cuevas
    Ton: Haymo Henry Hayder
    Musik: Adrian Goizueta

    Der Film zeigt in zwei Handlungsebenen die Lebenskrise des Regisseurs Federico, in der aktuellen, gut situierten Gesellschaft Costa Ricas in San José mit Rückblenden in die Militärdiktatur Nicaraguas, wo Federico und sein Bester Freund Germán für eine bessere Welt kämpften. Als Germán stirbt, muss Federico sich um dessen Sohn Daniel kümmern. Daniel bringt Sinn und Erfüllung in das Leben des gescheiterten Filmemachers zurück.

  • Óscar Castillo

    Óscar Castillo

    Óscar Castillo begann seine Laufbahn als Schauspieler auf der Studentenbühne der Universität von Costa Rica in dem Werk „Die Spieler“ von Nikolai Wassiljewitsch Gogol. Seit dieser Zeit spielte er mehr als 50 Hauptrollen in klassischen, modernen und nationalen Stücken. Er gründete, baute und leitete Theater und Gruppen, darunter „La Sala de la Calle 4“, „El Arlequín” und die "Nationale Theater Gesellschaft".

    Mit „El Arlequín“ organisierte er zusammen mit dem Ministerio de Educación 1972, im Teatro Nacional, mit studentischen Schauspielern „La vida es sueño”, bei dem erstmals in der Geschichte des Landes 70.000 Studenten mitwirkten.

    Unter seiner Leitung formierte sich die „Compañía Nacional de Teatro“ in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts zu einer der besten Gruppen in Lateinamerika. Er erhielt u.a. den Preis der besten ausländischen Gruppe in Mexiko. In seiner Zeit entstand die Basis dafür, was heute als das goldene Jahrzehnt des costaricanischen Theaters in die Geschichte einging. So wurden beispielsweise im Jahre 1975 die stolze Anzahl von 320 Werken vor zehntausenden von Zuschauern in Costa Rica aufgeführt.

    Danach konzentrierte er sein Interesse auf das Filmwesen. Zusammen mit seinen Freunden Antonio Yglesias, Samuel Rovinski, Carmen Naranjo, Sergio Ramírez und Nicholas Baker, war er Gründungsmitglied von „La Sala Garbo“, „Istmo Film“ und der Verleihfirma „Distribuidora Cinematográfica del Istmo“.

  • Der Aufstand

    1980 Der Aufstand

    Regie: Peter Lilienthal
    Interpreten: Augustin Pereira, Carlos Catania, Maria Lurdes, Centano Zelaya und Óscar Castillo als Militärbefehlshaber

    Der Aufstand ist die dokumentarische Rekonstruktion der sandinistischen Revolution in Nicaragua.
    "Der Aufstand ist ein Handbuch der Zärtlichkeit, ist ein Lied an die Liebe, an die Freiheit und den Frieden des Volkes von Nicaragua."
    (Ernesto Cardenal, Kulturminister von Nicaragua in den Jahren 1979 - 1987 und Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels 1980)

    Peter Lilienthal gründete 1971 mit Wim Wenders, Hark Bohm und weiteren Regisseuren den „Filmverlag der Autoren“, eine Gruppe Filmschaffender, die im Kinobereich gegen ihre Väter rebellierten. Lilienthal war im Filmverlag eigentlich ein Fremdkörper. Denn er hatte keinen Grund, gegen seinen Vater zu rebellieren. Dieser hatte 1939 die Villa im Berliner Grunewald aufgelöst und war mit seiner Familie rechtzeitig nach Montevideo geflohen, wo die Lilienthals dann ein Hotel betrieben. Der junge Peter hatte hier nie ein eigenes Zimmer, er wohnte stets indem, das gerade frei war.
    Im Jahre 2009 wurde Peter Lilienthal von der Interfilm-Akademie mit dem Ehrenpreis für sein Gesamtwerk, dem „One Future Preis“ ausgezeichnet.
    Peter Lilienthal ist ein Deutscher, der mit seinen Filmen Brücken nach Lateinamerika baut.

  • Del amor y otros demonios

    2010 Del amor y otros demonios

    Regie: Hilda Hidalgo

    In der Zeit der Inquisition und der Sklaverei, will Sierva María wissen wonach Küsse schmecken. Sie ist 13 Jahre alt, Adelstochter und von afrikanischen Sklaven in Cartagena de Indias / Kolumbien aufgezogen worden. Als ein tollwütiger Hund sie beißt, glaubt der Bischof, sie sei von bösen Geistern befallen und befielt Cayetano, seinem Mündel, ihr den Teufel auszutreiben. Der Pfarrer und das Mädchen werden jedoch von einem Dämonen, mächtiger als Glaube und Vernunft, befallen.

    Mit einem persönlichen, malerischen Blick und einer Sprache, die an die Malerei der Renaissance erinnert, erzählt „Del amor y otros demonios" eine der provozierensten Liebesgeschichten von Gabriel García Márquez (Nobelpreis der Literatur, 1982).

    Dieser Film ist die erste Koproduktion zwischen Kolumbien und Costa Rica.

  • Gestación

    2009 Gestación

    Regie:Esteban Ramírez

    Gestación (Schwangerschaft / Reifeprozess) wurde von CINETEL S.A., der Firma von Esteban Ramírez, komplett in Costa Rica gefilmt und produziert.

    Jessie ist eine intelligente Jungendliche aus einer einfachen Familie, die in einem einfachen Viertel lebt. Sie studiert mit einem Stipendium an einer traditionellen katholischen Hochschule.

    Teo ist ein unreifer Heranwachsender und einziger Sohn, der aus einer Familie der gehobenen Mittelklasse stammt. Beide verlieben sich nach einer etwas besonderen Begegnung. Die Ankunft eines Kindes stellt ihre Liebe auf die Probe und konfrontiert sie mit der lateinamerikanischen Doppelmoral.

    Esteban Ramírez erhielt 2009 für seinen Film "Gestación" den Preis als bester Regisseur bei den Filmfestspielen in Bogota / Kolumbien. Für seinen Film „Caribe“, erhielt er in Triest einen Preis.
    www.gestacionlapelicula.com
    www.imdb.com/title/tt1329351

  • Agua fría de mar

    2009 Agua fría de mar

    Regie: Paz Fábrega

    Mariana (21) und Rodrigo (30) verbringen ihre Ferien zum Jahreswechsel an der Pazifikküste. Spät in der Nacht, weit ab von allem, finden sie Karina (7), die von zuhause weggelaufen ist. Das Paar entscheidet sich, sie für diese Nacht bei sich aufzunehmen und am anderen Morgen nach Hilfe zu suchen. Aber als sie aufwachen war das Mädchen verschwunden.

    Der Film erhielt mehrere Auszeichnungen und Preise(Buenos Aires, Lima und Rotterdam

    Paz Fábrega wurde in San José, Costa Rica, im Jahre 1979 geboren. Sie studierte Fotografie und Kommunikationswissenschaften an der Universität von Costa Rica. Für die London Film School erhielt sie ein Masterstipendium. Ihre Abschlussarbeit, der Film "Temporal", welcher in einem Dörfchen in Costa Rica spielt, wurde auf vielen internationalen Filmfestspielen gezeigt. Sie unterrichtet als Filmprofessorin an der Universität Veritas.

  • A ojos cerrados

    2008 A ojos cerrados

    Regie: Hernán Jiménez

    Gabo und Maga sind Großeltern, die sich zu lieben gelernt haben. Ihre Enkelin Delia wächst mit ihnen auf, sie ist mehr Tochter als Enkel. Sie ist eine außergewöhnliche Börsenmaklerin. Gemeinsam genießen sie das Leben und die Jahre. Aber als die Großmutter stirbt, wird Gabo nach vielen Jahren mit der Einsamkeit konfrontiert. Delia, im Begriff, ihren wichtigsten Karriereschritt zu machen, sieht sich plötzlich gezwungen, ihr Lebenstempo zu verringern.
    Aber die Art ihrer Arbeit erlaubt ihr dies nicht. Unter dem Vorwand, die leiblichen Überreste der Großmutter ins Meer zu bringen, unternehmen Gabo und Delia eine Reise, wo sie Antworten und vor allem Erleichterungen suchen. Hier findensie jedoch nichts anderes als sie sich selbst.

    Hernán Jiménez: Schauspieler, Theaterdirektor und Filmproduzent. Er lebte einige Jahre außerhalb Costa Ricas. Nach seiner Rückkehr widmet er sich Projekten im Fernsehen, Theater und schreibt Drehbücher. Er leitete das Fernsehprogramm „El show de la Media Docena“. Für seine Arbeiten erhielt er mehrere Auszeichnungen.

    Sein erster Spielfilm war „A ojos cerrados“ (2008), dieser wurde beim Filmfestival Berlin 2009, Work in Progress, ausgewählt.

Weitere Informationen:
www.centrodecine.go.cr
www.cinelatinoamericano.org
www.cineficcion.net